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(Text: Stephan Flommersfeld)

Die Ausstelungskonzeption "Hortus conclusus" nimmt mit dem Titel Bezug auf den religiös determinierten mittelalterlichen Garten. Gemeint ist der nach außen durch Mauern abgeschlossene Nutz- oder Blumengarten im Kontext der Marienikonographie. Die Jungfräulichkeit Mariens findet ihren Ausdruck in der Verschlossenheit des Gartens, der zugleich etwas Paradiesisches hat.
Der Ausstellungsort mit seiner Umschlossenheit läßt somit diese Konstellation mit fragmentierten und geometrisierten Naturformen, landschaftlichen Zitaten und architektonischen Anklängen konfrontiert, die den Umgang des Menschen mit der Natur im kulturellen Zusammenhang spiegeln: Kultivierung bedeutet immer auch Aneignung und Neuordnung einer vorgefundenen Wildnis. Ein Bezug läßt sich auch zum Gartensaal der italienischen Renaissance herstellen. Dabei handelt es sich um einen ebenerdigen Saal eines Schlosses, einer Villa oder eines Casinos, der zum Garten hin geöffnet ist. Im Inneren des Festlichkeiten dienenden Saales schaffen zumeist Fresken mit Garten- und Naturmotiven einen thematischen Bezug zum vor dem Gartensaal liegenden Garten.

Stephan Flommersfeld greift auf digitalisierte Abbilder der Natur im Internet zurück, nimmt Struktur- und Farbproben, und schafft neuartige ornamenthafte oder auch farblich dominierte Zusammenhänge. Seine Bildfindungen sind gleichsam Destillate einer form- und farbenreichen Blütenwelt, die im Internet auf eine abbildhafte Identität reduziert ist, als Grußkarte verschickt oder als Bildschirmhintergrund heruntergeladen werden kann.

Mit seinen "Palisaden" - das Rechteck als Hochformat dominiert die Serie - spielt er auf den Barockgarten an, dessen zumeist lineare Außenseiten durch dichte, in geometrisch exakte Formen geschittene Hecken oder Bäume (Palisade) gebildet werden.

Die Grundlagen für die Malereien von Klaus Harth finden sichj in den auf Reisen und Ausflügen gemachten Skizzen, Fotos und Notizen. Die Bildmotive: Vorgärten, Parkanlagen, Vögel, einzelne Pflanzen, Spielplätze.

Er wandert, spaziert, fährt Rad. Er erobert Raum. Immer wieder wird er aufgehalten. Manche Dinge sind eben sperrig, drängen sich ins Bewußtsein, werden zu Markierungen und dominieren auf ihre jeweils besondere Art die eigene Wahrnehmung. Im Malprozess eignet er sich Struktur und Gestalt dieser Entdeckungen an, intensiviert sie, katalogisiert sie gleichsam, macht sie unverwechselbar, versucht, ihnen auf den Grund zu gehen. Eine Art Landkarte entsteht. Das vertraut Gemachte als Hortus: Die erarbeitete Welt ermöglicht Orientierung, sie hat unverkennbare Merkmale.

Benutzt der eine Form- und Farbelemente zu immer neuen Schichtungen, sich überlagernden Transparenzen und erzielt somit eine kaleidoskopartige, auf Wechsel bedachte Dynamik, die sich immer wieder zu Strukturen ordnet, das Ornamenthafte nicht verschmäht, sich zerklüftend in Architektur einnistet und Zugänge zu imaginären Räumen erahnen lässt, beruft sich der andere auf das Gegenständliche und seine damit verbundenen Beobachtungen. Er nimmt den Bestand auf.

Luftschiffer und Landvermesser - man mag andere Paarungen finden - beide richten sich ein. Das Ergebnis soll in einer gemeinsamen Ausstellung zu sehen sein.

Winkt am Ende eine Idylle? Man muß auf alles gefasst sein: Contra vim mortis non est herbula in hortis - oder: et in arcadia ego. Einen Gartenzwerg wird man nicht finden.

Die Ausstellung soll durch kleine Filme ergänzt werden, die die jeweilige Position und deren Umsetzung noch einmal unterstreichend kenntlich machen.

 

Die website zeigt überarbeitete Fotos, Fotos von kleinen Objekten ('Blüten' aus Schraubdeckeln mit Ölfarbresten und die Ölbilder zum Projekt (alle 30x30cm) von Klaus Harth. Daneben kleine vorbereitende Filme, sowohl von Klaus Harth als auch von Stephan Flommersfeld.




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