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Parallel zur damaligen Documenta (21.6. - 28.9.97) zeigen Stephan Flommersfeld und Klaus Harth 100 Tage lang Arbeiten im Schloßgartencafé in Darmstadt (Einheimischen ist es auch unter dem Namen Schwarzweißcafé geläufig). Es sollen aber - angedenk der Örtlichkeit der Ausstellung - nicht 100 Tage lang Bilder ausgestellt werden, sondern die Räumlichkeiten, die Atmosphäre und die Frequentierung des Cafés sollen mit einbezogen werden.

So findet also wöchentlich in Mainz eine Art Redaktionssitzung statt, in der beschlossen wird, welche sieben Arbeiten in einen Briefumschlag gepackt und nach Darmstadt in die Robert-Schneider-Straße 23 geschickt werden. Dort wird der Brief von Frau Monika Laber, einer der damaligen Betreiberinnen des Cafés, erwartet und geöffnet. Allein in ihrer Hand obliegt es, welche Arbeiten an welcher Stelle im Café oder gegebenenfalls überhaupt nicht gezeigt werden. An den Wänden wurden vorher Latten am gängigen Bilderhängesystem des Cafés angebracht. Diese können, müssen aber nicht, zur Präsentation genutzt werden. So ändert sich die Ausstellung zumindest wöchentlich, wenn nicht sogar öfter. Die Ausstellenden nehmen in keinster Weise darauf Einfluß. Stammgäste können die Veränderungen bemerken, sofern sie dies möchten.

An einem Tisch des Cafés besteht die Möglichkeit, selbst bildnerisch tätig zu werden, was allerdings (wer hätte auch anderes erwartet) kaum genutzt wird. Auch im ausliegenden Gästebuch finden sich kaum Einträge.

Von Zeit zu Zeit fahren die Ausstellenden nach Darmstadt, bringen Besuch mit und werden daraufhin immer freundlichst zum Frühstück eingeladen.

Thematisch greifen die Arbeiten Zeitungsnotizen auf, sowohl bildnerischer als auch textlicher Art. Diese werden parodiert, aber auch zu allgemeinen Aussagen überhöht; so wird beispielsweise eine am Strand die Arme ausbreitend laufende Prinzessin Diana zur Christusfigur, ein banales Bildzeitungsfoto aus dem Di und Dodi-Sommer, der dann so tragisch endet.

Die Ausstellung schließt mit einer Lesung mit Klarinetten- und Geräuschbegleitung unter dem Titel "10 Stücke für und gegen Andy Warhol". (Der Titel ist eine Hommage an einen Auftritt von David Moss beim Illinger Burgfest für Neue Musik, der unter dem Motto stand "10 Stücke für und gegen John Cage".)

"10 Stücke für und gegen Andy Warhol" erscheint auch als tintenausgestrahltes Büchlein mit Texten und Zeichnungen, handgebunden (Fadenheftung) und wurde bereits als erster gemeinsamer Auftritt von Stephan Flommersfeld und Klaus Harth im Volkstheater Mainz auf die Bühne gebracht.

Rückblickend ist "14x7+2" vielleicht die schönste Ausstellung, die Stephan Flommersfeld und Klaus Harth zusammen gemacht haben.

 

 

 

 

 

 




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