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Gesellschaftsfähig sein ist prima sind verschiedene Sachen. Zwischen dem 13.12.96 und 17.1.97 findet unter diesem Titel die dritte gemeinsamen Ausstellung von Stephan Flommersfeld und Klaus Harth in der Galerie Alter Markt in Halle/Saale statt.
Es bezeichnet aber auch eine größere Werkgruppe von mit der Schreibmaschine erstellten Arbeiten (betippte Papiere, aber auch betippte weiße Plastiktüten). Diese entstehen zum Großteil 1997, morgens als erste Tat nach dem Frühstück und bevor die Mittagschicht als Reprofotograf bei der Mainzer Allgemeinen Zeitung begann. Womit kann man seine Zeit verbringen? Was ist ein gelungenes Leben? Was macht der eigentlich den ganzen Tag? Man kann sein Leben nicht nur damit zubringen, das Aquarellmalen zu erlernen, um dann jahrzehntelang durch die Welt zu reisen, um Aquarelle von Häfen zu malen, die man zuhause von einem damit beauftragten Zeitgenossen zu Puzzles verarbeiten lässt, die man dann in den nächsten Jahrzehnten nochmals mühevoll und in einem genauen Zeitplan gefangen wiederum zusammensetzt, nur um die Spuren des Puzzles anschließend wieder verwischen zu können, sprich: wieder das Aquarell in seinem Urzustand zurückzuerhalten, um es schließlich zu zerstören, so dass schlussendlich von alledem kein Zeugnis über bleibt, wie es George Perec in seinem Roman "Das Leben - eine Gebrauchsanweisung" beschreibt; von diesem Roman wusste ich damals noch nichts. Nein, man kann seine Stunden auch damit zubringen, immer wieder die vier Wörter "gesellschaftsfähig sein ist prima" zu tippen, bis schöne graue Flächen, Muster und Texturen mit eigenem ästhetischen Reiz entstehen. 100 Blätter mit jeweils zwei Quadraten, die aus diesen Wörtern bestehen. Andere Blätter mit anderem Text. Aber immer gebetsmühlenartig wiederholt.
Ein paar dieser Tüten sind, in Bilderrahmen gequetscht, 1997 in der Landeskunstausstellung des Saarlandes im Museum St. Ingbert zu sehen. Andere Arbeiten tauchen in der oben genannten Ausstellung in der Galerie Alter Markt in Halle/Saale auf.
Die Reihe wird noch 1998 in Saarbrücken sporadisch fortgesetzt.
Die Fotos auf der website zeigen Bilder von der Ausstellungseröffnung in Halle/Saale.
Zur Ausstellung:
Im ausliegenden Buch fanden sich folgende Anmerkungen von Besuchern:
- Diese Ausstellung war geistreich.
- Es waren sehr anspruchsvolle Texte.
- Uschi.
- Mir hat diese Ausstellung sehr gefallen.
- Die Ausstellung ist originell!
- Sehr mutige Ausstellung für Halle.
- Das bekomme ich mit meinem Computer mit Exel und Corel Draw und den entsprechenden Clip-Arts auch noch hin.
- Schon gelesen, schon gelesen, Hauptsache dabeigewesen.
- super Bielder. gefällt MIR Gut. ICH komme aus dem Schwarzenmeer.
- Diese Ausstellung ist so originell, daß ich Günther und Uschi gerne kennenlernen würde.
Die Ausstellung zeigte u.a. Arbeiten aus den Serien "Günther" und "Uschi". Die Arbeiten der Günther-Serie waren tatsächlich in Exel erstellt: gleichförmige Tabellen, die an unterschiedlichen Stellen platziert immer wieder den Namen Günther wiederholten.
Die Uschi-Serie arbeitete tatsächlich mit einem unter der Bezeichnung "Frau" vorgefundenen Clipart, einer lieblos gemachten stereotypen Darstellung eines Frauenkopfes (so sehen also Frauen aus?), die allerdings durch leichte Veränderungen der Zeichnung selbst (Verstärkung der Konturlinie etc.) als auch durch Kombination mit Textblöcken, die natürlich immer wieder den Namen Uschiuschiuschi beschworen, zum Leben erweckt wurde; ein ganzer Raum mit einem einzigen Liebesbrief an Uschi.
Mit Corel Draw haben wir dagegen nie gearbeitet. 



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